IR-Guard

Rundumsicht im Wärmebild. Tag und Nacht.

Sehen, was Licht nicht zeigt.

Was Wärme abgibt, wird sichtbar.

Eine gewöhnliche Kamera sieht reflektiertes Licht. Wo keines ist, sieht sie nichts – und wo zu viel davon ist, auch nicht. Deshalb endet die Überwachung großer Flächen oft dort, wo die Beleuchtung aufhört.

Ein Infrarotsensor arbeitet anders: Er misst die Wärme, die jeder Körper von sich aus abstrahlt. Menschen, Tiere, laufende Motoren, warme Oberflächen – sie leuchten im Langwellen-Infrarot von selbst. Ganz ohne fremde Lichtquelle.

Der IR-Guard macht daraus ein durchgehendes Bild. Ein Array ungekühlter Langwellen-Infrarotkameras (LWIR) liefert eine lückenlose thermische Rundumsicht.

Warum IR-Guard?

Sechs Gründe, die im Betrieb zählen.

Hochleistungs-LWIR-Kamera-Array

Das Kamera-Array besteht aus ungekühlten Langwellen-Infrarotkameras (LWIR) eines renommierten deutschen Lieferanten. Trotz der ungekühlten Bauweise liefert jeder Sensor eine thermische Empfindlichkeit von unter 20 mK (NETD). Standardmäßig acht Kameras je Modul, auf zehn erweiterbar.

360°-Betrieb

Das modular ausgelegte Gehäuse unterstützt den verknüpften Betrieb von bis zu drei Einheiten. Jede Kamera deckt 15° ab, acht Kameras je Modul ergeben 120° – drei Module schließen sich zur vollständigen 360°-Abdeckung mit exakt ausgerichteter, zeitsynchronisierter Videoausgabe.

Variable oder feste Bildrate

Zwei Versionen: ein Modell mit variabler Bildrate von bis zu 60 Hz für leistungskritische Anwendungen und ein Modell mit fester Rate unter 9 Hz, das eine vereinfachte Exportabwicklung ermöglicht.

Integriertes GPS

Das integrierte GPS liefert präzise Positions- und Zeitdaten – unverzichtbar für sicherheitsrelevante Anwendungen und die Nachanalyse von Ereignissen. Auf Wunsch direkt ins Videobild eingeblendet.

Anpassbare Gehäuseoptionen

Für spezifische Anforderungen bieten wir kundenspezifische Gehäuse an, einschließlich MIL-konformer kreisförmiger Amphenol-VG-Steckverbinder – für Mast-, Dach- und Fahrzeugaufbauten.

Für den Außeneinsatz gebaut

Für raue Umgebungen konzipiert: Betrieb von −40 °C bis +49 °C, auch unter direkter Sonneneinstrahlung. Das IP67-Gehäuse ist nach STANAG 4370 / MIL-STD-810 ausgelegt und für die direkte Außenmontage vorgesehen.

Drei IR-Guard-Module, die sich zu einem geschlossenen Ring mit umlaufenden Sensorfenstern fügen

Ein Modul, drei Sektoren, ein Kreis.

Der Aufbau von IR-Guard im Überblick.

Jede Kamera deckt 15° ab. Acht Kameras sitzen standardmäßig in einem Modul und ergeben zusammen einen 120°-Sektor; auf Wunsch lässt sich ein Modul auf zehn Kameras erweitern.

Drei Module schließen sich zum vollen Kreis. Weil sie zeitsynchronisiert laufen und exakt zueinander ausgerichtet sind, entsteht ein durchgehendes Bild – ohne blinde Sektoren an den Stoßkanten.

Minimaler Eingriff.
Maximaler Schutz.

So kommt IR-Guard an seinen Einsatzort:

1

Montieren

IR-Guard wird auf vorhandener Infrastruktur montiert – Tower, Mast, Gebäudekante, Fahrzeug- oder Schiffsaufbau. Das Gehäuse ist für die direkte Außeninstallation ausgelegt, bauliche Maßnahmen sind nicht erforderlich.

2

Einmessen

Die Module werden zueinander ausgerichtet, zeitsynchronisiert und georeferenziert. Damit liegt fest, welcher Bildausschnitt welchem Bereich des Geländes entspricht – Grundlage für jede weitere Nutzung der Bilddaten.

3

Anbinden

Die Videostreams werden auf die vorhandenen Arbeitsplätze aufgeschaltet – an den Arbeitsplatz, in Ihre Leitstelle oder in ein bestehendes Lagebild.

Ein Bild, nicht viele.

Was der Sensor liefert.

Die Einzelbilder der Kameras laufen zeitsynchron und exakt ausgerichtet – ausgegeben wird ein durchgehendes Wärmebild des gesamten Sektors.

IR-Guard ist der Sensor, nicht das Auswertesystem. Er liefert das Bild: was daraus wird – Darstellung am Arbeitsplatz, Aufzeichnung, Weiterverarbeitung – entscheidet das System, an das er angebunden ist.

Auf Wunsch blendet er Position und Zeit aus dem zusätzlichen GPS direkt ins Bild ein. Das macht Aufnahmen später eindeutig zuordenbar.

Originalaufnahme aus dem IR-Guard: die Bilder der einzelnen Kameras zu einem durchgehenden Panorama zusammengesetzt.

Warum IR-Guard?

Robust. Modular. Nachrüstbar.

Rundumsicht ohne bewegte Teile.

Eine schwenkende Kamera zeigt immer nur einen Ausschnitt – und während sie sich dreht, sieht sie woanders nicht hin. IR-Guard blickt gleichzeitig in alle Richtungen.

Ohne Schwenk-Neige-Mechanik gibt es außerdem nichts, was sich abnutzt, vereist oder ausfällt.


Deutsche Sensorik.

Die ungekühlten Langwellen-Infrarotkameras stammen von einem renommierten deutschen Lieferanten. Trotz der ungekühlten Bauweise liegt die thermische Empfindlichkeit jedes Sensors unter 20 mK (NETD).

Ungekühlt heißt: kein Kühler, der laufen und irgendwann getauscht werden muss – und ein Gerät, das sofort betriebsbereit ist.


Dunkelheit: Betrieb ohne Sichtlücke.

Wärmebild braucht kein Licht. Bei Nacht und in der Dämmerung bleibt das Bild verfügbar, ohne dass Flächen ausgeleuchtet werden müssen – und ohne die Blend- und Kontrastprobleme, die Restlichtverstärker und Scheinwerfer mit sich bringen.

Das ist unabhängig von der Tageszeit dieselbe Bildqualität – ein Vorteil überall dort, wo der Betrieb rund um die Uhr läuft.


Wirtschaftlich: Nachrüsten statt umbauen.

IR-Guard ist auf die Montage an vorhandener Infrastruktur ausgelegt. Keine Baumaßnahmen auf den Betriebsflächen, kein Eingriff in bestehende Systeme, keine Abhängigkeit von einem bestimmten Leitstandhersteller.

Der modulare Aufbau erlaubt den Einstieg mit einem Modul für einen kritischen Sektor und die spätere Erweiterung auf die volle Rundumsicht.

Mögliche Einsatzszenarien

Überall dort, wo große Flächen im Blick bleiben sollen:

Szenario 01

Perimeter und kritische Infrastruktur

Zaunlinien, Betriebsgelände, Umspannwerke, Depots und Lagerflächen. Lange, unbeleuchtete Abschnitte bleiben im Bild, ohne dass sie ausgeleuchtet werden müssen.

Szenario 02

Verkehrsflächen

Flughäfen, Häfen, Terminals und Betriebshöfe. Menschen, Tiere und Fahrzeuge sind unabhängig von den Lichtverhältnissen im Bild – auch abseits der beleuchteten Bereiche.

Szenario 03

Vorfeld bei Dunkelheit

Ergänzendes Wärmebild für Vorfeld, Rollwege und Bahnköpfe in den Nachtstunden – eigenständig oder als zusätzliche Sensorik am Arbeitsplatz.

Technische Daten

Alle Details zu IR-Guard.

Sensorik

Kamera-Array

TypbezeichnungQTA1004A120
DetektortypUngekühltes Mikrobolometer, LWIR
Kameras je Modul8 standardmäßig, erweiterbar auf 10
Sichtfeld je Kamera15°
Thermische EmpfindlichkeitNETD < 20 mK
HerkunftDeutscher Hersteller

Bildrate

Modell „variabel“bis zu 60 Hz
Modell „fest“< 9 Hz

Abdeckung

Sichtfeld je Modul120° (8 Kameras à 15°)
Verknüpfte Modulebis zu 3
Gesamtabdeckung360° (3 × 120°)
Videoausgabezeitsynchronisiert, ausgerichtet

Umgebung

Betriebstemperatur−40 °C bis +49 °C
SonneneinstrahlungBetrieb spezifiziert
SchutzartIP67
BeständigkeitStaub, Wasser, Salzsprühnebel
Auslegung nachSTANAG 4370 / MIL-STD-810
InstallationDirekte Außenmontage

Schnittstellen & Optionen

GPSintegriert, optional als Einblendung
Steckverbinderoptional MIL-konform (Amphenol VG)
Gehäusekundenspezifisch auf Anfrage
IntegrationArbeitsplatz, Leitstelle, Lagebild
Anschlussseite mit Typenschild, Rundsteckverbindern und verliersicheren Schutzkappen.

Änderungen im Rahmen der technischen Weiterentwicklung vorbehalten. Verbindliche Werte nach Konfiguration auf Anfrage.

Downloads & Demonstration

Weitere Informationen zu IR-Guard

Downloads

Hier können Sie das IR-Guard-Datenblatt als PDF herunterladen.

Demonstration

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